Du wolltest schon immer mal selbst Spargel zubereiten und hast dich gefragt, was dieser wundersame Stängel alles zu bieten hat? Im folgenden Beitrag erfährst du, wie Spargel angebaut wird, welche Nährstoffe er enthält, was du beim Kauf beachten musst und wie du Spargel kochen kannst.

Zubehör für die Spargelzubereitung auf einen Blick

  • Spargelschäler
  • Spargeltopf
  • Spargelzange
  • Servierplatte

Welche Spargelsorten gibt es?

Hierzulande bekannt sind vor allen Dingen der weiße und der grüne Spargel. Daneben gibt es auch noch den violetten Spargel. Alle drei Spargelsorten gehören zu dem Gemüsespargel. Weißen Spargel findet man auch unter dem Synonym Bleich-Spargel. Er wächst unterirdisch und wird geerntet, sobald er die oberste Bodenschicht durchbricht. Der violette Spargelstich nur ein bisschen aus dem Boden heraus, so dass sich auch nur die Spargelspitzen violett verfärben. Der grüne Spargel hingegen wächst überirdisch und erhält durch die Sonneneinstrahlung seine typisch grüne Färbung.

Wie wird Spargel gezüchtet?

Alle Spargelsorten werden auf Spargelfeldern angebaut. Bei der Pflanzung wird darauf geachtet, dass ein ausreichender Abstand von etwa 25 cm zwischen den Sätzlingen eingehalten wird. Darüber hinaus wird Spargel in Reihen angebaut, welche im Abstand von circa 1,20 m angelegt werden. Die ersten Knospen und Austriebe werden mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt. Der Spargel sollte durchgängig gut gewässert werden. Je weiter die Spargelspitzen austreiben, desto weiter wird auch der Graben aufgefüllt. In dem Jahr, in dem der Spargel angepflanzt wird, kann dieser noch nicht geerntet werden. Ein guter Termin um Spargelpflanzen zu setzen ist das Frühjahr. Im Monat April herrscht in der Regel noch eine ausreichende Bodenfeuchte. Ab Juni sollte dann eine zusätzliche Düngung erfolgen. Richtung Herbst beginnt die Pflanze gelb zu werden. Zu diesem Zeitpunkt muss ein Rückschnitt bis auf Bodenhöhe erfolgen. Damit der Spargel weiß bleibt, kann man ihn zusätzlich mit einer Plane abdecken. Im zweiten Jahr kann der erste Spargel dann gestochen werden. Die Erntezeit beginnt meistens um den April herum. Das Spargelstechen erfolgt über einen Zeitraum von etwa fünf Wochen. Generell gilt der 24. Juni als letzter Erntetag. Spargel kann zwischen 10 und 15 Jahren von einer Pflanze abgestochen werden. Je älter die Pflanze ist, desto dünner werden die Triebe. Grünen Spargel kann man hingegen voll aus der Erde wachsen lassen. Er muss nicht abgedeckt werden. Grüner Spargel muss der direkten Sonne ausgesetzt sein um sich entsprechend zu entwickeln und seine Farbe zu erhalten. Für die Färbung der grünen oder violetten Spargelsorten ist grundsätzlich der Kontakt mit der Sonne verantwortlich.

Worauf solltest du beim Kauf achten?

Im Monat April findet man in aller Regel den ersten Spargel in den Geschäften. Regulär gilt der Monat Mai als Verkaufsstart. Willst du frischen Spargel kochen, solltest du darauf achten, dass dieser möglichst heimisch ist. Die beste Qualität findest du auf dem Wochenmarkt oder direkt beim Bauern. Du solltest zudem auf eine Bioqualität setzen, damit das Gemüse frei von Pestiziden ist. Wichtig ist, dass die Spargelköpfe verschlossen sind und nicht aussprießen. Auch dürfen die Köpfe nicht weich sein. Weißer Spargel darf zudem keine braunen Verfärbungen haben sondern eine durchgängig weiße Färbung. Zudem sollte frischer Spargel immer noch leicht feucht sein. Wenn du die Spargelstangen aneinander reibst, sollten sie quietschen und sich nicht verbiegen lassen. Bei dem Versuch, den Spargel zu biegen, muss dieser direkt brechen. Zudem verliert frischer weißer Spargel etwas Saft, wenn du ihn drückst. Hochwertigen Spargel erkennst du zudem daran, dass er eine dünne Haut besitzt. Ist die Haut zu dick, kann der Spargel holzig sein. Die besten Spargelstangen haben eine mittlere Dicke. Ist Spargel alt, entwickelt er einen säuerlichen Geruch. Bei grünem Spargel solltest du zudem darauf achten, dass die Stangen gleichmäßig dick sind. Insgesamt sind die Spargelstangen etwas dünner als bei weißem Spargel. 

Welche Nährwerte hat Spargel? 

Alle Spargelsorten enthalten viele wichtige Nährstoffe. Dabei ist der grüne Spargel noch deutlich nahrhafter als weißer Spargel. Er verfügt über einen höheren Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Spargel gilt auch als alte Heilpflanze. Er unterstützt den Körper bei der Bekämpfung von Beschwerden im Magen-Darmbereich, bei Leber- oder Gallenproblemen sowie bei Diabetes und bei einer Blasenschwäche. Er ist auch Teil der ayurvedischen Medizin. Hier wird er bei Nervenleiden oder gegen Magengeschwüre verwendet. Insgesamt hat Spargel eine antientzündliche, antibakterielle, antioxidative sowie immunstimulierende Wirkung. Er kann zudem die Fruchtbarkeit steigern. Zu 94 % besteht Spargel aus Wasser. Daher ist er besonders kalorienarm. Er enthält aber viele Vitamine. Dabei ist er besonders reich an Vitamin E, Vitamin B3, Vitamin B5 und Vitamin A. An Mineralstoffen enthält er besonders viel Kalium. Besonders grüner und violetter Spargel sind reich an Vitamin C und Antioxidantien, da sich diese hauptsächlich in den Spargelköpfe befinden. Spargel kann den Körper zudem entwässern und entgiften.

Spargel richtig kochen und zubereiten

Für die richtige Zubereitung des Spargels benötigst du vorzugsweise einen Spargelschäler und einen Spargeltopf. Letzterer bringt die optimale Höhe mit sich. Mit dem Spargelschäler lassen sich die äußeren Hautschichten besonders fein abschälen. Zum Servieren verwendest du am besten eine Spargelzange sowie eine größere Platte.

Weißer, violetter und grüner Spargel werden unterschiedlich zubereitet. Dabei gilt für den weißen und den violetten Spargel, dass du diesen komplett mit dem Spargelschäler schälen musst. Dabei beginnst du mit dem Spargelschäler etwa 1 cm unter dem Spargelkopf. Zudem werden die Enden mit einem Messer abgeschnitten. Bei Grünem Spargel wird lediglich der letzte untere Teil mit dem Spargelschäler geschält. Auch hier kannst du holzige Enden wegschneiden. Beim Schälen ist es wichtig, dass du den Spargel gründlich von seiner Haut entfernst. Ansonsten kann das Spargel kochen für holzige Fasern sorgen.

Weißen und violetten Spargel kannst du kochen. Hierfür bereitest du zunächst entsprechend das Spargelwasser für den Spargeltopf vor. Dieses muss ausreichend gesalzen werden. Darüber hinaus kannst du noch einen Stich Butter, etwas Zitrone und eine Prise Zucker in den Spargeltopf geben. Das Wasser sollte so hoch in den Spargeltopf eingefüllt werden, dass später etwa zwei Drittel der Stangen mit Wasser bedeckt sind. Auf diese Weise werden die Spargelspitzen lediglich gedämpft. Sobald das Wasser kocht, kannst du den Spargel in den Topf geben. Verwendetest du hierfür einen speziellen Spargeltopf, so wird der Spargel in einem Sieb hochkant in den Topf gegeben. Im Anschluss lässt du den Spargel weiter köcheln. Die Garzeit beträgt abhängig von der Dicke der Spargelstangen zwischen 10 und 15 Minuten.

Grüner Spargel kann gedünstet oder angebraten werden. Er ist schneller gar und muss zwischen 5 und 8 Minuten im Topf oder in der Pfanne schmoren. In der Pfanne kannst du den grünen Spargel ganz einfach in Öl anbraten. Der Spargel ist gar, wenn du ihn mit einer Gabel leicht einstechen kannst. Er sollte dabei noch leicht bissfest sein. Als alternative Zubereitungsmethoden für grünen Spargel gibt es noch das Spargelgrillen oder das Backen im Backofen. Das Grillen kann direkt auf dem Rost oder in einer Alufolie erfolgen. Den Spargel kannst du hier noch mit Salz, Zucker und Kräuterbutter würzen. Für das Backen im Backofen wird der Spargel auf Backpapier ausgelegt. Anschließend gibst du noch etwas Zitronensaft, Öl, Salz und Pfeffer hinzu. Alternativ kannst du den Spargel auch hier in Alufolie verpacken. Die Zubereitungszeit beträgt bei 200 °C etwa 20 Minuten. Grüner Spargel wird am liebsten mit Kartoffeln und Sauce Hollandaise serviert. Eine klassische Beilage ist zudem Schinken, sowohl roh als auch gekocht. Nach dem Spargel kochen kannst du noch mit frischer Petersilie bestreuen.

Hinterlasse ein Kommentar

Affiliate Links

Auf dieser Website verwenden wir Affiliate-Links, das heißt, wenn du auf der verlinkten Website etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Wir empfehlen ausschließlich Produkte und Online-Shops, von denen wir überzeugt sind, dass sie sich gut im jeweiligen Kontext unserer Guides eignen. Wenn Du auf eines der auf dieser Website vorgestellten Produkte klickst, kannst Du davon ausgehen, dass es sich um einen Affiliate-Link handelt. Für dich entstehen dadurch natürlich keine zusätzlichen Kosten!